Archiv der Kategorie CITYLIFE! Kultur

10:51 I Berlin: Ausstellung über Burgen im historischen Museum

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Berlin | Am heutigen Freitag wird im historischen Museum eine Ausstellung über Burgen eröffnet. Bis Ende Oktober können Besucher unter dem Motto “Burg und Herrschaft” die Ausstellung besuchen. Rund 650 Exponate sind zu sehen. In Zusammenarbeit mit dem Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg entstand die Ausstellung. Bis 24. Oktober ist die Burgen-Schau eröffnet - Immer montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr.

10:07 I Sechste Biennale in Berlin eröffnet

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Berlin. Seit Freitag ist die sechste Biennale in Berlin eröffnet worden. Sie wartet auf Besucher und Fachpresse mit den Werken von 45. Künstlern aus der ganzen Welt. Die Biennale geht bis zum achten August und wird an sechs verschiedenen Orten in der Stadt präsentiert. Gestaltet wurde dieses Jahr die Biennale von der Wiener Kuratorin Kathrin Rhomberg.

20:26 I Zug der Erinnerung

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Berlin. Bis zum 21. Mai 2010 fand eine Aktion statt, die einen 60 Jahre in die Vergangenheit versetzte. Der Zug der Erinnerung fuhr durch Deutschland und letzlich durch Berlin. Eine Woche konnte man den Zug in Schöneweide und dann in der Friedrichstrasse ansehen. Seit 2007 ist er in Deuschland unterwegs. Jetzt  ist er in der Sommerpause.

Leider konnte mir Herr Grütering, einer der Projektteilnehmer, nicht mitteilen wann der Zug wieder durch Deutschland tourt, denn das Projekt ist auf Spenden angewiesen. Sonst könnten sich die Leute das ganze Spektakel nicht umsonst ansehen. Sie werden eingeladen Fördermitglied zu werden. Mit nur 2 € im Monat werden sie erheblich dazu beitragen, dass der Zug der Erinnerung weiterfahren kann.

Spendenkonto: Kreissparkasse Köln
BLZ: 37050299
Ktnr: 0352550392

  • Geschichte im Zug

Mit umsonst anschauen meinte ich natürlich, dass sie den Zug auch von innen betrachten können. Im inneren wurden die Sitzbänke entfernt. Stattdessen findet man dort große Tafeln mit Geschichten und Bildern, der um 1943 - 1945 deortierten Menschen aus ganz Europa. Wenn man von Wagon zu Wagon geht findet man weiter hinten eine Leinwand auf der eine Dokumentation läuft von denen, die die Reise nach Auschwitz miterlebt und überlebte haben.

Eines der Schicksale erzählt über die Sinti Kinder in Dreihausen ( bei Marburg). Es werden Bilder gezeigt, wie die Sinti Kinder mit den Kindern de Dorfes spielen. Dann 1941 wird plötzlich vom Bürgermeister verboten, dass die Sinti Kinder am Schulunterricht teilnehmen dürfen. 1943 werden dann 18 Menschen aus Dreihausen deportiert und nach Ausschwitz gebracht. Nur 4 der deportierten überleben. Desweiterin sieht man das Bild der Graciella Samuel. Bild oben. Dieses Bild wurde am 24. März 1944 geschossen. Einen Tag vor ihrer Deportation. Die kleine Graciella ist einen von über 58.000 ermordeten Juden aus Griechenland.

In dem Raum, in welchen die Leinwand mit der Dokumentation zu finden ist, werden die Geschichten der einzelnen Täter dargestellt. Z. bsp. die des Albert Genzenmüller oder die des Julius Dorpmüller, die beide hohe Positionen bei der deutschen Reichbahn hatten. Und mit unter für die Deportationen verantwortlich waren. Wen auch immer die Geschichte nicht loslassen sollte, der wird gebeten einfach Mitglied zu werden.

05:30 I Internationale Offenheit: “15. Karneval der Kulturen”

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Berlin. Vom 21.05.10 bis 24.05.10 fand in Berlin zum 15. Mal eines der spektakulärsten und eindrucksvollsten Ereignisse der Stadt, „Der Karneval der Kulturen 2010“ statt.

Angefangen hat er 1995 als ein kleines Strassenfest und ist heute zu einer vielfältigen, dynamischen und bunten Aktion geworden, die einen einzigartigen Ausdruck von internationaler Offenheit, Toleranz und Freude am Leben darstellt. Inzwischen sind 4500 Teilnehmer, 1,3 Millionen Besucher und 70 verschiedene Nationen dabei. In diesem Jahr haben die jüngsten Nachwuchskarnevalisten unter dem Motto „ Hurra, Hurra – der Frosch ist da“ die Parade am 22. Mai am Blücherplatz eröffnet.

Das Highlight des Karnevals bildete der Umzug am 23. Mai vom Mariannenplatz zum Görlitzer Park. Und das zurecht! Denn so vielfältig und farbenfroh wie in diesem Jahr war es noch nie: Akrobaten, Musiker, Pappenfiguren, Masken, afrikanisches Trommeln, spanische Gitarrenklänge, chinesische Löwentänze, japanische und Computerspielhelden machten die Parade zu einem unvergesslichen Fest des Spiels und der Fantasie.

Zum krönenden Abschluss am Montag, den 24. Mai, konnten die Besucher rund um das Hallesche Tor die orientalische Performance genießen, verschiedene kulinarische Spezialitäten kosten und tolle Souvenirs und Erinnerungsstücke an das einmalige Erlebnis kaufen.

14:25 I Frida Kahlo Fälschung: “Herz, Kaktus und Fötus”

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Berlin. Ihr erinnert euch bestimmt noch an den Kukksi-Artikel über die Frida Kahlo Ausstellung im Martin-Gropius-Bau. Jetzt wurde ein Gemälde dort gesichtet, welches von Experten als Fälschung betitelt wird.  Curioser Weise weiß niemand, wie das Postkarten große Gemälde in die Gallerie gelangte. Es nennt sich ” Herz, Kaktus und Fötus”. Am Vormittag war es noch nicht dort. Also muss es irgendjemand einfach hingehangen haben.

Das Kunstwerk passt hervorragend in die Bilderwelt von Fehlgeburten, von Frida Kahlo, doch da Angaben der Herkunft fehlen und es in einer schlechten Qualität gemalt wurde, halten es Kahlo - Experten für eine Fälschung.  Wer es bis jetzt noch nicht geschafft haben sollte, sich die Ausstellung anzusehen, sollte sich ein Wochenende mal Zeit nehmen und die fantastischen Kunstwerke auf sich wirken lassen.

12:25 I Frida Kahlo, eine starke und gebrochene Frau!

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DIE REPORTAGE. Seit dem 30. April sind im Martin-Gropius-Bau in der Niederkirchnerstraße, Kunstwerke von Frida Kahlo zu bewundern. Es werden dort ungefähr 150 Gemälde und Zeichnungen der Frida Kahlo gezeigt. Der Höhepunkt der Ausstellung sind die ca. 90 Zeichnungen und letzten Arbeiten, die sie kurz vor ihrem Tod malte.

  • Doch wer war Frida Kahlo?

Magdalena Carmen Frida Kahlo wurde am 6. Juli 1907 in Coyoacàn, in Mexiko geboren.  Schon früh begann ihre Leidensgeschichte. Mit 6 Jahre hatte sie, nach einer Kinderlähmung, eine Behinderung am Bein.

Mit gerade einmal 18 Jahren sitzt sie in einem Bus, der von einer Straßenbahn gerammt wurde. Dies, so sagt sie später war einer von den zwei schlimmsten Unfällen, die sie hatte. Der grauenvolle Tag war der 17. September 1925. Beim Aufprall bohrte sich eine Haltestange durch ihren Unterleib und trat an der Scheide wieder aus.  Mit 17 Knochenbrüchen, einem zerschmetterten Fuß und einer nun kaputten Wirbelsäule, überlebt sie dieses schwere Unglück.

Da sie nun lange ans Bett gefesselt war, begann sie sich selbst das malen beizubringen. Das erste was sie bemalte, war ihr Gipskorsett. Sie verzierte es mit Schmetterlingen, so bekam sie von ihren Eltern Utensilien, mit denen sie wirklich malen konnte.

Dann kam sie zu Selbstporträten. Ihre Mutter hatte ihr einen Spiegel über ihr Bett gehangen, so dass Frida sich selbst sehen konnte.  In all ihren Bildern wird man feststellen, dass sie ihre komplette Leidensgeschichte auf dem Papier niedermalte. Mit 19 Jahren hatte sie ihr erstes Selbstportrait fertig, das „Selbstbildnis im Samtkleid“. Durch ihren Unfall, war es ihr nicht mehr vergönnt Kinder zu bekommen. In dem Gemälde „Meine Geburt“, welches sie im Jahre 1932 fertigstellte, verarbeitet sie nur eine von einigen Fehlgeburten.

Weiter oben sprach ich von 2 Unfällen, die Frida passiert waren. Der zweite Unfall ereignete sich 1929. In diesem Jahr heiratete sie Diego Rivera. Der 20 Jahre ältere, 3mal so groß und schwere Diego und die zierliche Frida. Diego war schon ein angesehener Künstler, als er Frida begegnete, doch bewunderte er ihre Werke alle maßen. Er war ein großartiger Freund, aber ein grottenschlechter Ehemann. Nach vielen Affären mit Modellen, Kunstschülerinnen und sogar der Schwerster von Frida, trennten sich die beiden 1934.

Die Trennung  geschah in dem Jahr, in dem Frida Kahlo eine Blinddarmoperation, eine Fehlgeburt, eine Operation am Fuß hatte und Diego Rivera mit Schwester Cristina schlief. 1939 ließ sich Diego von Frida scheiden um wieder zu heiraten. Frida verliert sich im Alkohol und anderen Drogen wie Morphium  um die ständigen Schmerzen im Griff zu behalten. Außerdem beginnt sie eine Affäre mit einer zu dieser Zeit bekannten Sängerin und vielen anderen und widmet sich fasst ausschließlich ihrer Malerei. Am 8. Dezember 1940 heirateten Frida Kahlo und Diego Rivera wieder. Trotz der riesigen Schwierigkeiten, die die beiden miteinander hatten, konnten sie nicht ohne einander leben.

1950 wurde Frida Kahlo sechsmal an der Wirbelsäule operiert und war von da an, an einen Rollstuhl gefesselt. 1953 verordnete ihr Arzt im Bett zu bleiben. Frida aber wollte zu ihrer ersten Ausstellung in ihrer Heimat, so ließ sie sich im Bett transportieren. Doch auch dieses Jahr sollte nicht ohne trauriges sein. Ihr rechter Fuß wurde amputiert. Am 13. Juli 1954 starb Frida Kahlo an einer Lungenembolie (Infarkt in der Lunge). Doch einige der engsten Freunde schlossen nicht aus, dass Frida Selbstmord beging. Diego Rivera lehnte eine Obduktion ab.

Wer sich für die Kunstwerke einer starken Frau interessiert, sollte deshalb nicht die Ausstellung im Martin-Gropius-Bau verpassen. Wie viel der Spaß kostet könnt ihr direkt unter  www.martin-gropius-bau.de nachschauen. Die Ausstellung findet noch bis zum 9. August 2010 statt.